Concerti
ERWACHEN
Ein Konzert über Transformation, Erneuerung und Hoffnung.
Chor des Friaul-Julisch Venetien
Agnes Schnabl – Leitung
Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Chor des Friaul-Julisch Venetien
17. Juli, 20.00 Uhr
Kirche der Heiligen Peter und Paul – Tarvis
Die in diesem Konzert präsentierte Musik zeichnet einen Weg nach: aus der Dunkelheit und dem Zweifel, aus innerer Kälte und Stille hin zu Stimme, Bewegung und Lebendigkeit. Aus den Tiefen des Schmerzes tritt eine widerstandsfähige Hoffnung hervor, die nach Sinn sucht und letztlich nach Gott. Die Natur dient als Symbol dieser inneren Verwandlung. Nach der Starre und Unbeweglichkeit des Winters kehren Licht und Wärme zurück, Farben und Klänge erwachen wieder zum Leben. Der Frühling spiegelt das Aufblühen der Sinne, der Freude und der Liebe wider – die Rückkehr des Lebens selbst, die Erneuerung des menschlichen Geistes.
Der Chor des Friuli Venezia Giulia wurde 2001 gegründet und hat seither nahezu 500 Konzerte gegeben, darunter zahlreiche Erstaufführungen sowie Auftritte in ganz Italien und Europa. Charakteristisch ist seine modulare Struktur, die es dem Ensemble erlaubt, sich vom kleinen Vokalensemble für Renaissance- und Barockrepertoire bis hin zum großen sinfonischen Chor zu wandeln. Der Chor arbeitet mit renommierten Interpretinnen und Interpreten der alten, klassischen, zeitgenössischen Musik sowie aus Jazz und Pop zusammen und kooperiert mit zahlreichen europäischen Orchestern, darunter die Cappella Savaria (Ungarn), Solamente Naturali (Bratislava), die Venice Baroque Orchestra und das Orchestra S. Marco für Alte Musik, die FVG Orchestra, das Orchester des Serbischen Rundfunks und Fernsehens, das Rundfunk- und Philharmonische Orchester Ljubljana, die Junge Philharmonie Wien, das Toscanini-Orchester Parma, das Orchestra di Padova e del Veneto, das Orchestra Giovanile Luigi Cherubini und viele weitere im Bereich des sinfonischen Repertoires. Neben einer intensiven Tätigkeit in Friaul-Julisch Venetien war der Chor Gast bedeutender Festivals und Konzertreihen, darunter das Monteverdi Festival Cremona, die Società del Quartetto und die *Pomeriggi Musicali* in Mailand, das Emilia Romagna Festival, der Musikverein Klagenfurt, das Stadttheater Klagenfurt, die Wiener Musikwoche, das Ljubljana Festival, Mittelfest, das Ravenna Festival, MI.TO Festival, das Stresa Festival sowie das Internationale Festival der Insel Elba. Konzerte unter der Leitung von Riccardo Muti wurden mehrfach auf Rai 1 in Eurovision ausgestrahlt, ebenso wie Konzerte mit Gustav Leonhardt auf Rai 2 und Rai 3. Im Jahr 2016 begann eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem renommierten Cellisten Mario Brunello, die den Chor auf zahlreiche bedeutende europäische Bühnen und Festivals führte. Im November 2022 wurde der Chor eingeladen, die Zweite Symphonie von Gustav Mahler im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins aufzuführen – als erster und bislang einziger Chor aus Friaul-Julisch Venetien – in einem ausverkauften Konzertabend.
Agnes Schnabl ist freiberufliche Dirigentin und seit 2021 Lehrbeauftragte für Dirigieren und Chor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie ist Leiterin des coro siamo, des Jugendchor Österreich, des Tiroler Landesjugendchor, und des ensemble kanti. Sie ist als Chorleiterin und Pädagogin auf Fortbildungen und Chorleitungskursen tätig und ist als Jurorin bei nationalen und internationalen Wettbewerben gefragt. 2024 gewann sie den ersten Preis bei der London International Choral Conducting Competition. Im Jahr darauf errang sie mit dem Tiroler Landesjugendchor den zweiten Preis sowie den Publikumspreis beim internationalen Chorwettbewerb CantaRode in den Niederlanden. Agnes leistete Probenarbeit beim Wiener Singverein, dem Chor des Wiener Musikvereins, und übernahm Gastdirigate beim Vocalconsort Initium (Japan), dem Tiroler Kammerorchester InnStrumenti, der Drauphilharmonie Villach, dem Chorus Alea und weiteren Ensembles. Sie studierte Dirigieren und Chordirigierpädagogik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz bei Johannes Prinz. Außerdem absolvierte sie den postgradualen Lehrgang Chordirigieren bei Jörn Hinnerk-Andresen an der Universität Mozarteum Salzburg. Wertvolle dirigentische Impulse erhielt sie darüber hinaus von Justin Doyle und Florian Helgath. Von 2021 bis 2023 war sie Stipendiatin des Förderprogramms Forum Dirigieren des Deutschen Musikrates. Im Rahmen dieses Stipendiums arbeitete sie unter anderem mit Yuval Weinberg zusammen und dirigierte u.a. den MDR-Rundfunkchor, das SWR Vokalensemble und den Philharmonischen Chor Berlin. 2022 assistierte sie Justin Doyle beim Projekt Klangkosmos Schütz 22, einem Kooperationsprojekt von vier deutschen Landesjugendchören und Mitgliedern des RIAS Kammerchor Berlin.

